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// Wichtiges zum Thema

Ableitung von Abwasser im Gebäude und auf Grundstücken

Schematische Darstellung einer Gebäude- und Grundstücksentwässerung

Wie funktioniert eigentlich die Ableitung von Abwasser im Gebäude und auf Grundstücken?

Abwasserrohre und Entwässerungsleitungen werden zur Entwässerung von Gebäuden oder befestigten Flächen eingesetzt.

Ausgehend vom Entwässerungsgegenstand, also die Stelle, an der Abwasser entsteht (zum Beispiel Küchenspüle, Waschbecken, Dusche oder Badewanne, Toilette) fließt das Abwasser über den Siphon beziehungsweise Geruchsverschluss in kleine Leitungen mit einem Durchmesser von 5 bis 7 Zentimetern. Diese Anschlussleitungen sind im Haus mit der sogenannten Fallleitung mit einem Durchmesser von in der Regel 10 bis 15 Zentimetern verbunden. Je nach Lage des Entwässerungsgegenstandes im Haus und der Wohnung können die Anschlussleitungen mehrere Meter lang sein. Die Länge der Fallleitung ergibt sich aus der Höhe des Hauses. Die Fallleitung führt durch alle Geschosse eines Hauses, im Dach befindet sich die Entlüftung und im Keller die Revisions- beziehungsweise Wartungsöffnung.

Im Anschluss an die Wartungsöffnung fließt das Abwasser über den sogenannten Anschlusskanal in den öffentlichen Kanal. Der Anschlusskanal hat einen Durchmesser von in der Regel 15 bis 20 Zentimetern. An den Anschlusskanal können in der Bodenplatte des Hauses verlegte sogenannte Grundleitungen angeschlossen sein. Häufig ist auf der Außenseite des Hauses die Regenwasserentwässerung unterirdisch mit dem Anschlusskanal verbunden.

Das gesamte Abwasser läuft im Freigefälle durch die Schwerkraft vom Entwässerungsgegenstand ausgehend über das innerhäusliche Leitungsnetz und das unterirdische Grundstücksentwässerungsnetz in den öffentlichen Kanal, von dort aus wird es in die Kläranlage transportiert.

 

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